Claudio HilsIn seinen Fotoprojekten lotet Claudio Hils (*1962 in Mengen) kontroverse Themen aus, so etwa die surrealistische Kriegsszenerie des Truppenbungsplatzes Senne oder die Unmenschlichkeit der Stadtarchitektur in den neuen Megametropolen. In seinem neuesten Fotobuch dokumentiert er die Spuren, die Jahre der Gewalt in Belfast hinterlassen haben. Die Erfahrung von Gewalt hat sich tief in das kollektive Bewusstsein von Belfast eingegraben. In jedem Archiv der
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In seinen Fotoprojekten lotet Claudio Hils (*1962 in Mengen) kontroverse Themen aus, so etwa die surrealistische Kriegsszenerie des Truppenübungsplatzes Senne oder die Unmenschlichkeit der Stadtarchitektur in den neuen Megametropolen. In seinem neuesten Fotobuch dokumentiert er die Spuren, die Jahre der Gewalt in Belfast hinterlassen haben. Die Erfahrung von Gewalt hat sich tief in das kollektive Bewusstsein von Belfast eingegraben. In jedem Archiv der Stadt, das fotografische Mittel zur objektiven Beweisführung für die Auswirkungen von Gewalt verwendet, finden sich Spuren des Konflikts. Medizinische Röntgenaufnahmen zeigen den Körper als Ort von Traumata; Polizeifotos geben Tatorte genauestens wieder. Auch private und halböffentliche Sammlungen von Memorabilien des Konflikts werden im Augenblick in offizielle öffentliche Archive umgewandelt. Man überführt sie in einen neuen Kontext und macht sie so zu historischen Artefakten. Archive_Belfast beobachtet, wie Geschichte geschrieben wird. Ausstellung: Belfast Exposed Photography, Belfast 30.4.-4.6.2004 Galerie . J.J. Heckenhauer, Berlin 20.11.2004–4.1.2005