Wratzfeld, KopfIm Spektrum der Bauaufgaben bilden Kindergrten eine sehr junge Erscheinung. ber ihre Gestaltung gibt es kontrre Ansichten. Ist es kindgerecht, ein heimeliges Wohnmilieu zu simulieren? Oder brauchen Kinder eher neutrale, robuste Rumlichkeiten, eben nicht pdagogisch inszenierte, sondern lediglich mit natrlichem Licht und solidem Mobiliar ausgestattete Werkrume? Der 1998 fertig gestellte Kindergarten von Gunter Wratzfeld, neben Jakob Albrecht, Hans Purin
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Im Spektrum der Bauaufgaben bilden Kindergärten eine sehr junge Erscheinung. Über ihre Gestaltung gibt es konträre Ansichten. Ist es kindgerecht, ein heimeliges Wohnmilieu zu simulieren? Oder brauchen Kinder eher neutrale, robuste Räumlichkeiten, eben nicht pädagogisch inszenierte, sondern lediglich mit natürlichem Licht und solidem Mobiliar ausgestattete »Werkräume«? Der 1998 fertig gestellte Kindergarten von Gunter Wratzfeld, neben Jakob Albrecht, Hans Purin und Rudolf Wäger einer der Pioniere der Vorarlberger Bauschule, fällt zweifellos in die zweite Kategorie: Die ökonomische, quadratische Grundform ist an sich schon exklusiv in ihrer Umgebung, und gerade die Wandgestaltung des zeitgenössischen Künstlers Willi Kopf unterstreicht noch die Haltung dieser Architektur, die nicht vorgefertigte, schöne Raum-Bilder bieten will, sondern die elementaren Qualitäten von Bau- und Raumkunst in den Dienst der spezifischen Aufgabe stellt. Einleitende Texte, Pläne und Ansichten sowie eine Fotodokumentation stellen den Bau vor, der einen klaren, modernen Akzent der Gemeinschaft im amorphen Ortsbild Koblachs setzt.