Laurel Nakadate365 DaysLaurel Nakadates Werk beweist ungewhnlich groe menschliche Anteilnahme: In ihren Performances, Fotografien und Filmen untersucht sie bemerkenswert offen Themen wie Verletzlichkeit, Emotion und Sensibilitt. Am 1. Januar 2010 entschied sie, an jedem Tag des kommenden Jahres zu weinen, die Handlung fotografisch festzuhalten und sich so auf rituelle Weise bewusst der Trauer auszusetzen. Nakadate (*1975 in Austin, Texas) entwickelte eine berzeugende
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Laurel Nakadates Werk beweist ungewöhnlich große menschliche Anteilnahme: In ihren Performances, Fotografien und Filmen untersucht sie bemerkenswert offen Themen wie Verletzlichkeit, Emotion und Sensibilität. Am 1. Januar 2010 entschied sie, an jedem Tag des kommenden Jahres zu weinen, die Handlung fotografisch festzuhalten und sich so auf rituelle Weise »bewusst der Trauer auszusetzen«. Nakadate (*1975 in Austin, Texas) entwickelte eine überzeugende Performance, die um Selbstreflexion, Gefühl und Abbild kreist. Ihre Fotos gewähren tiefe Einblicke in das Privatleben der Künstlerin, beschämen den Betrachter und wecken gleichzeitig sein Mitgefühl. Kunsthistorische Zitate oder »bad images« verweisen dabei auf den Kunstcharakter der Inszenierungen. Laurel Nakadates »catalogue of tears« macht verleugnete Gefühle sichtbar, präsent, greifbar und gegenwärtig.
Ausstellung: Zabludowicz Collection, London 29.9.–11.12.2011